Einzigartiges neues Bündnis gegründet, das die Klimabewegung in die Parlamente bringen will

Der reine Protest, ohne parlamentarischen Arm, hat sich als unzureichend zur tatsächlichen Durchsetzung politischer Forderungen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung herausgestellt!

Klimaaktivist*innen und Wissenschaftler*innen haben am vergangenen Sonntag, den 26. Juni 2022, im Haus der Demokratie in Leipzig bei einer Hybrid-Veranstaltung den Grundstein für ein einzigartiges Wahlbündnis zwischen Organisationen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung, NGOs und Parteien gelegt. Das Bündnis will die Klimabewegung und ihre Ziele direkt in die Parlamente bringen, auch im Hinblick auf die noch anstehenden Landtagswahlen. Die etablierten Parteien haben nur um ein weiteres Mal die Bewegung enttäuscht und ihre Ziele ignoriert, sodass unsere Gesellschaft weiterhin sehenden Auges in die Klimakatastrophe steuert.
Mit ihrem Engagement reagieren die Klimaschützer*innen auf die Tatsache, dass von Seiten der parlamentarischen Vertreter*innen keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz unserer Lebensgrundlage geschaffen werden und der reine Protest, ohne parlamentarischen Arm, sich als unzureichend zur tatsächlichen Durchsetzung politischer Forderungen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung herausgestellt hat.

Einzigartiges Bündnis

Das Bündnis stellt ein außergewöhnliches Konzept in der politischen Parteienlandschaft dar. Unter dem Namen „KlimaKollektiv“ will es die Menschen aus Bewegungen direkt über eine Wahlliste vereinigen und in die Parlamente bringen. Damit kommt die Klimakrise als zentrale Herausforderung an die Menschheit zum Ausdruck, in welcher Solidarität und neue Konzepte der gesellschaftlichen Organisation gedacht und umgesetzt werden müssen. 
Durch das Bündnis kommen die Forderungen der Klimagerechtigkeitsbewegung direkt und unverfälscht in die Parlamente. „Wir haben es satt, dass mit unserer Zukunft so leichtfertig in der Politik umgegangen wird.“ so Puia Yassami, Vorstandsvorsitzender des KlimaKollektivs. 

Bedeutendes Ziel

Ziel ist es, hinter einer gemeinsamen Vision ein breites gesellschaftliches Bündnis zu organisieren, das der Klimakrise, als gemeinschaftliche Herausforderung der Menschheit, entschlossenes Handeln sowohl auf außerparlamentarischer als auch auf parlamentarischer Ebene entgegensetzt und sich eng vernetzt. Es soll den Forderungen der Klimabewegung, die viele politische Konzepte einer klimaneutralen Gesellschaft ausgearbeitet hat, endlich ein wirksamer Hebel gegeben werden, diese Konzepte direkt politisch umsetzen zu können. Die etablierten Parteien beweisen ihr Versagen, indem keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden, welche der Klimakrise auch nur annähernd begegnen könnten.

Jetzt oder Nie

Der Zeitraum, in dem der Klimakrise noch politisch entschieden entgegengesteuert werden kann, beläuft sich nach Einschätzung vieler Expert*innen auf maximal 4 Jahre. Es steht alles auf dem Spiel und deshalb haben wir nichts zu verlieren, sondern nur jetzt die Möglichkeit eine bessere Zukunft zu gewinnen.
„Wir betrachten das Bündnis des KlimaKollektivs als letzte politische Chance noch wirksam zu werden und der Ohnmacht angesichts der halbherzigen und tatenlosen Politik der Regierungen zu begegnen. Die Proteste der Klimabewegung der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese zwar von der Politik Beifall bekommen, dann aber doch wirkungslos verpuffen. Die Politik sieht sich offensichtlich noch nicht genug unter Druck gesetzt und zeigt sich außerdem äußerst handlungsunwillig“, so Tobias Kretschmer, Vorstandsvorsitzender der KlimaKollektivs.

Machen statt fordern!

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Arturas Miller
Arturas Miller

Jahrgang 1989, geb. in Litauen

Kontakt:
Funktion im KlimaKollektiv: Schatzmeister

Studium: Elektrotechnik/Elektronik an der HTW Dresden

Ehrenamt:
seit Dezember 2010 Mitglied des StuRa der HTW Dresden in wechselnden Funktionen

Beruf:
Seit 2017 Elektro-Ingenieur

Schwerpunktthemen:
- Bauen und Wohnen
- Partizipation und Demokratie
- Wirtschaft und Gesellschaft
- sozial gerechte Transformation